Veränderung ist das Einzige was konstant ist, würde ich sagen. Es gibt glaube ich sogar ein Zitat in die Richtung. Fakt ist, es bleibt nie alles wie es war/ist oder wir dachten es sein wird.

Etwas was mir unglaublich gefällt ist dieser Spruch. Wenn du Gott zum Lächeln bringen willst, dann mach Pläne. Was hat das jetzt mit dem Stillstand zu tun oder der Ignoranz oder der jetzigen Situation? Es geht mir darum, dass es dringend nötig ist das Bewusstsein unserer Mitmenschen wahrzunehmen. Wahrnehmen heisst nicht es zu ändern. Persönlich empfinde ich es als äusserst herausfordernd, selbstverständlich Tagesverfassungs abhängig, wie stumpft manche Wesen sind.

Es ist mir durchaus bewusst, dass besonders die Pandemiezeit Menschen aus ihrer Komfortzone holte. Wobei diese Komfortzone, die von den Menschen gemeint ist, die Couch und der Rhythmus des Alltags ist. Die Komfortzone, die ich persönlich äusserst erstrebenswert finde, ist die Sicherheit und das Bewusstsein meines Herzens. Das klingt eventuell jetzt ein bissel boohoo, ich meine es aber genauso wie ich es geschrieben habe.

In Anbetracht dessen, dass wir von Fremdbestimmung äusserst stark in unserem Alltag beeinflusst wurden, haben wir alle komplett anders reagiert. Die einen fühlten sich eingeengt und mussten “fliehen”, andere wiederum waren sehr froh, dass man ihnen gesagt hat, was sie zu tun und zu lassen haben. Und dann gibt ess noch die Kategorie, die einfach frei blieb, weil Freiheit im Kopf beginnt, wenn man bewusst lebt.

Es geht mir nicht darum hier jetzt ein Plädoyer für oder gegen etwas zu entwerfen, es geht mir wirklich darum ein Thema besonders anzuschauen, wo ich sage; entweder wir schauen jetzt hin oder es räblet. Es Räblet, Bedeutet auf Schweizerdeutsch, dass es Ärger gibt. Ich nehme jetzt mal ein Beispiel aus meinem Alltag, wo ich sage das verstehe ich einfach nicht ist jedoch für die heutige Zeit sehr bezeichnend.

Wir Wohnung mit Garten welcher teils umzäunt ist zum Schutz unseres Hundes. Natürlich schützt dieser auch die Leute draussen vor dem Hund, logischerweise. Letztens kam jemand sehr nah an den Zaun, das ist grundsätzlich schon Kreuz verkehrt und wenn man wahrnimmt, wie der Hund dann bellt dann fand ich es schon sehr mutig weiterhin auf den Zaun zuzugehen. Die Dame hat sogar geschafft mit ihren Händen über den Zaun in unserem privaten Garten irgendwas zu zeigen, da war ich schon nicht sehr glücklich. Aus Gründen, die hier nicht relevant sind, habe ich erst mal nichts gesagt. Jedoch gehofft, dass sie es noch merkt, dass es nicht gut ist dies zu tun. Was sie jedoch nicht hat. Was ist da jetzt passiert? Sie ist über die persönliche Linie des Hundes, das kann ich knapp verstehen, wenn man keine Ahnung von Tieren hat, getreten. Sie hat ein Privatgrundstück behandle als wäre es ein öffentlicher Garten. Wobei ich mir sicher bin, hätte es keinen Zaun gehabt, wäre sie reingelaufen. So weit so gut, die Dame kommt zurück da sie nebenan zu Besuch war und ich haben zweiten Garten, der nicht eingezäunt ist. Wo ich zurzeit die Wiese am Aufbauen bin, dass sie wieder gesund wird. Um ein Foto zu machen ist man da einfach rein gelatscht. Dazu muss man vielleicht noch erwähnen zwischen 1. April und 31 Oktober, ich weiss nicht ob das nicht sogar im Gesetz verankert ist, hat man in den Wiesen der Schweiz nichts verloren. Auch wenn es ein kleiner Gartenwiese ist. Was hat diese Person wieder gemacht kein Respekt gezeigt. Doch vor wem hat sie kein Respekt gezeigt? Genau vor sich selbst. Und das ist das was ich meine mit, wenn wir so weitermachen…dann prost.

Das Bewusstsein für uns selbst und unser Auftreten habe dermaßen Luft nach oben, dass wir uns selbst das Leben wirklich schwer machen. Die Problematik hinter der gesamten Thematik ist, wenn ich mit anderen Menschen zusammenarbeite, wenn ich mit anderen Menschen zu tun habe, falle ich immer wieder über meine eigenen Füsse, wenn ich mich so verhalte. Auch wenn dies jetzt ein Beispiel ist aus meinem privaten Garten, ist es doch ein Beispiel für ganz viele Situationen in Firmen. Wie oft passiert es, dass ein Arbeitskollege einfach was vom Arbeitsplatz eines anderen nimmt mit den Worten: «Ich brauche das kurz». Anstelle von «Hey darf ich dir das kurz ausleihen? Ich bringe es dir gleich zurück». Das mögen Kleinigkeiten sein. Für die zwischenmenschliche Beziehung ist es jedoch unglaublich wichtig. Wenn ich mich nicht respektiere, dann spüre ich auch nicht wirklich, wer ich bin und was mir guttut.

Dieses mangelnde Bewusstsein beginnt schon in der Kindheit und hat frappante Auswirkungen auf das ganze Leben. Das klingt jetzt etwas dramatisch, ist es auch. Wenn ich schon früh lerne, dass es völlig okay ist über meine Grenzen drüber zu gehen. Dann merke ich es auch nicht mehr bei mir selbst, wenn ich es tue. Ich merke es jedoch auch nicht mehr bei den anderen und dann habe ich dauernd Ärger und weiss nicht wirklich warum. Wie bereits erwähnt, ich habe bewusst in der Situation nichts gesagt. Doch hätte ich es getan, wären in dem Momenten Emotionen aus zwei völlig unterschiedlichen Richtungen zusammengeklatscht. Die eine Person merkt nicht, dass sie Grenzen überschreitet und die andere Person fühlte, dass man über ihre Grenzen drüber ist. Und dies macht einem verwundbar, egal ob dahinter überhaupt böse Absichten steckten. Das ist ein Riesenthema was insbesondere in den letzten zwei Jahren massiv zugenommen hat.

Weshalb ist das so?

Ganz einfach viele, wurden so aus dem System geschmissen, weil ihnen plötzlich gesagt wurde was sie zu tun und zu lassen haben, dass sie einfach aufgehört haben selbst zu sein/denken. Es ist auch viel einfacher die Verantwortung für das eigene Leben abzugeben. Doch gibt es ein unglaublich unzufriedenes Gefühl in einem selbst und mit diesem Gefühl ist man oft überfordert, weil man nicht weiss, woher das kommt. Der Ursprung liegt zu 99% in der Kindheit, und ist oft eine Banalität, die man nicht registriert hat.

Wer das liest und Auto fährt, hat bestimmt festgestellt, dass binnen den letzten Monaten und Jahren die Aggression im Strassenverkehr signifikant zugenommen hat. Abgesehen davon, dass es einfach viel mehr Autos auf der Strasse hat. Es kommt dazu, dass man beim Autofahren seine miese Laune rauslassen. Und es selten wirklich Konsequenzen hat, ausser man baut einen Unfall

Es ist äusserst schade, dass so wenige da draußen Willens sind sich selbst zu reflektieren. Denn da geht es los, die Lösung liegt immer in einem selbst. Und wer jetzt denkt diese Spiristus brauche ich nicht, da bin ich voll dabei. Es gibt Osteopathen, es gibt die Möglichkeit sich zu reflektieren, indem man sich weiterbildet, zb mit lesen, es gibt Kurse und die Kosten nicht alle Welt. Es gibt tausend Möglichkeiten, es gibt Menschen, die reden nicht so gerne da gibt es unglaublich viele Möglichkeiten in die Selbstreflektion zu gehen ohne den Mund grossartig zu öffnen. Das Einzige was es dafür braucht, ist den Willen und die Überzeugung, dass wir es uns wert sind und dies auch wirklich tun wollen. Viele Menschen haben Schiss davor sich selbst anzuschauen. Wir sind alle nicht gesellschaftlich gesehen perfekt, niemand ist das. Doch so wie wir sind, sind wir genau richtig. Wenn wir diesen Satz verinnerlichen, uns reflektieren und dann noch ehrlich mit uns sind und in ein stetes Wachstum gehen, dann entwickeln wir uns effektiv, positiv und zum Wohle aller.

Dieser Blog klingt vielleicht fast ein bisschen prophetisch, so ist es nicht gemeint. Es ist mir ein Herzensanliegen, dass wir bei uns die Änderung beginnen, die schon so lange nötig ist. Und wer jetzt sagt, aber wie mache ich das? Bitte bei mir melden. Und wer jetzt sagt, mit der will ich aber nicht arbeiten doch das Thema interessiert mich. Entweder selber suchen oder doch melden und ich habe garantiert jemanden an der Hand, der/die helfen können.

Viel Spass beim in den eigenen Spiegel schauen und ehrlich sein mit sich selbst. Ich kann es aus eigener Erfahrung sagen, es lohnt sich und ist unbezahlbar.